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  • Juliana

Rezension | A Dragon's Home von Solvig Schneeberg

Raven und Elion sind fest entschlossen, die Akademie der magischen Wesen wiederaufzubauen. Nicht nur für sie selbst, auch für nachfolgende Generationen soll sie eine Zuflucht im Kampf gegen die dunklen Mächte werden. Wie nötig ein solcher Ort ist, zeigt das unerwartete Auftauchen von Ravens einstiger Freundin Susan. Verstrickt im Netz der Drachenverschwörungen, muss sich Susan einer düsteren Wahrheit stellen. Und es gibt nur einen Mann, der ihr dabei zur Seite stehen kann…

[Quelle: Dark Diamonds]


Vorab vielen Dank an Carlsen / Dark Diamonds und NetGalley für das Rezensionsexemplar!


Nach drei Bänden Storyaufbau und Charakterentwicklung geht die Geschichte von Raven und ihrer neuen Familie im vierten Band zu Ende. Doch leider kann dieser nicht ganz mit den Vorgängern mithalten.


Susan, die im ersten Band angegriffen wurde und seitdem in einer psychiatrischen Anstalt leben muss, taucht wieder auf, als Raven davon erfährt und sie mit in die Akademie bringt. Und weil das mit Menschen offenbar schwierig ist, wird kurzerhand Entwarnung gegeben, da Susan eigentlich ein Medium ist, was bisher unentdeckt war. Okay. Das war‘s dann aber leider auch schon mit dieser Info, die keinerlei Bereicherung für den Plot oder die Figur bringt. Warum sich die Autorin dafür entschieden hat, kann ich mir ehrlich gesagt nicht erklären. Zwar ist es nicht negativ, aber einfach unnötig und nimmt anderen Entwicklungen benötigten Raum.


Den Höhepunkt des Buchs bzw. der ganzen Reihe bildet ein Angriff von Raven Feinden, der auf dem Unigelände stattfindet. Scheinbar haben also die Schutzzauber um die Akademie gehalten, sodass der Kampf an einem anderen Ort stattfinden muss. Leider gerät dieser ein bisschen wirr. Über ihre telepathische Verbindung mit Elion und ihrem Zwillingsbruder erfahren diese von Raven von dem Angriff. Sofort machen sie sich auf den Weg, um ihr und Susan zu helfen. In dieser scheint es aber so, als würde der Kampf einfach pausieren und erst weitergehen als die anderen eintreffen. Gleichzeitig finden die neu eintreffenden aber ein regelrechtes Schlachtfeld vor. Die vielen Toten werden irgendwie nebenbei erwähnt, was dem Ganzen sogar ein Stück weit den Horror nimmt, weil kein zweiter Gedanke daran „verschwendet“ wird. Dies halte ich persönlich für ziemlich problematisch.


Besonders viel Entwicklung gibt es in dem vierten Band nicht mehr unbedingt, was nicht schlimm ist, aber bisher das war, was die Geschichte erst am Laufen gehalten hat. Ohne dies, ohne neue Erkenntnisse und ohne genug Raum für Entwicklungen verliert die Story gegen Ende leider einiges an Charme. Das Ende hat mir leider wirklich nicht sehr gefallen, es war gleichzeitig überzogen und überstürzt, aber auch nicht ausgereift und wirkte mehr so, als hätte man schnell ein Ende finden müssen.


Insgesamt eine Reihe mit kleineren Schwächen, aber Charme. Gegen Ende dann aber leider weniger überzeugend, als der Anfang versprach.

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