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  • Juliana

Rezension | Beat of Love von Sontje Beermann

Die Studentin Katharina hat den Hip Hop im Blut und geht voll in ihrem Job als Trainerin einer erfolgreichen Jugendtanzmannschaft auf, alles andere interessiert sie nicht. Bis sie den ältesten Bruder ihres besten Tänzers kennenlernt, der viel tiefer in ihr Herz zu schauen vermag, als manch anderer. Finn ist Notfallsanitäter bei der Bundeswehr und stellt nach einem traumatischen Auslandseinsatz in Afghanistan seine bisherigen Ideale in Frage. Im Kontakt mit der leidenschaftlich engagierten Tanztrainerin findet er einen Weg aus der inneren Dunkelheit, doch auch Katharina hat mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Und die scheinen sie und ihre Mannschaft einholen zu wollen ...

[Quelle: Piper]


Vorab vielen Dank an Piper und NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Als ich gesehen habe, dass Tanz in „Beat of Love“ eine große Rolle spielt, wollte ich es gleich lesen. Ich liebe Tanzfilme, deswegen dachte ich, dieses Buch würde mir sicher Spaß machen. Mit der Liebesgeschichte war es für mich eine super Mischung.


Tatsächlich war „Beat of Love“ ganz anders als ich erwartet habe. Gerechnet hatte ich mit einem klassischen New Adult Roman mit der Thematik Tanz. Hier ist aber eher das Gegenteil der Fall. Der Fokus liegt schon deutlich auf dem Tanzen bzw. Kathi und ihrem Job als Trainerin und ihrer Tanzgruppe. Die Beziehung zu den Jugendlichen ist ziemlich gut geschrieben, man spürt die Sympathie auf beiden Seiten. Auch Kathis Leidenschaft für das Tanzen kommt sehr gut rüber.


Durch Zufall lernt sie Finn kennen, den älteren Bruder von einem ihrer Tanzschüler. Sofort sind die beiden sich sympathisch und fangen an, sich regelmäßig zu treffen. Finn kämpft mit einem Trauma, nachdem er mit seinem Team bei seinem Bundeswehreinsatz als Sanitäter in Afghanistan in einen Hinterhalt geraten ist. Dieses Trauma versucht er mithilfe eines Therapeuten zu überwinden und einen Neustart zu wagen. Mit Kathi blüht er regelrecht auf und wird langsam wieder er selbst.


Die Beziehung der beiden startet sehr früh im Buch, was ich überraschend fand. Die Autorin verzichtet fast gänzlich aus das so typische Drama zwischen den Protagonisten. Weil das so ungewohnt ist, habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas passiert. Dass das nicht der Fall war, fand ich ziemlich angenehm. Drama gibt es natürlich trotzdem, aber in der Tanzgruppe. Ich persönlich fand das zwischendurch einen Tick übertrieben, dass aus reinem Ehrgeiz solch großes Drama entsteht. Allerdings wird es glaubhaft geschildert und entwickelt sich langsam, sodass ich dennoch mitgehen konnte.


Gefallen hat mir gut, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven, also von Finn und Kathi erzählt wird. Davon bin ich besonders im NA Fan. Die Dynamik der Figuren war auch sehr schön, sowohl zwischen den beiden als auch die ganzen Nebenfiguren miteinander. Nach und nach hatte man ein gutes Bild von der gesamten Tanzgruppe. Die Atmosphäre im Buch war auch ganz gut, vor allem die Trainings und Wettkämpfe haben beim Lesen Spaß gemacht.


Insgesamt fand ich „Beat of Love“ ein schönes Buch. Es hat mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen, war aber gut für zwischendurch. Man darf nur nicht zu viel New Adult erwarten, denn das passt nicht so ganz. Besonders für Fans von Tanzfilmen wie Step Up oder Heartbeats ist dieses Buch bestimmt ein tolles Leseerlebnis.

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