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  • Juliana

Rezension | Lucky Punch von C. K. Zille

Ben macht Vica einen Heiratsantrag. Doch er zerstört diesen perfekten Augenblick mit einer schrecklichen Forderung. Vica soll sich zwischen einem Leben in der High Society an seiner Seite und dem aktiven Boxen entscheiden. Sie entscheidet sich für den Sport, weil ihr dieser wichtiger als alles andere ist. Da ihr Ex zahlreiche Kontakte und großen Einfluss hat, bleibt Vica nichts anderes übrig, als im Boxclub der Mafia für ein großes Turnier zu trainieren. Ihr neuer Trainer, der Mafioso Juri, ist bereit ihr zu helfen. Dieser ist nicht nur ziemlich sexy, was auch Vica nicht verborgen bleibt, sondern hat auch noch ein anderes Geheimnis ...

[Quelle: Piper]


Vorab vielen Dank an Piper und NetGalley für das Rezensionsexemplar!


Die Bücher der Sports-Romance Reihe von Piper haben mir bisher ziemlich gut gefallen, manche natürlich mehr, manche weniger. Doch leider konnte mich „Lucky Punch“ so gar nicht mitreißen.


Die Geschichte geht sehr schnell los, schon auf den ersten paar Seiten entfaltet sich der große Konflikt, dass Vica sich von ihrem Ex trennt und er ihr droht, seine Kontakte zu nutzen, um ihr das Boxen unmöglich zu machen. Mir persönlich geht das einfach zu schnell. Ich möchte erstmal wissen, um wen es eigentlich geht und was diese Leute so tun. Dass das Boxen das Wichtigste für Vica ist, wird zwar glasklar, aber das reicht ja nicht als Charakterisierung.


Was Vica angeht, kommen da aber noch ein paar Infos, auch wenn das Boxen den Kernpunkt von alle anderen bildet. Ich fand sie im späteren Verlauf recht sympathisch, zumindest bis sie ein paar wirklich dumme Entscheidungen trifft, die aber auch den Umständen geschuldet sind. Also insgesamt in Ordnung. Ben, ihr Ex, kommt natürlich nicht sehr gut. Von Anfang an wird er als der klare Antagonist beschrieben. Leider wird er schnell eindimensional und kommt über den Punkt als reicher, intriganter Mistkerl auch nicht hinaus. Das ist sehr schade, weil ich schon glaube, dass die Beziehung zwischen den beiden etwas nuancierter hätte sein können.


Da Vica sich einen neuen Trainer suchen muss, landet sie schließlich bei Juri, der Teil der Mafia ist. Damit hatte ich leider mehrere Probleme. Erstens fand ich Juri wahnsinnig uninteressant. Ja, er ist attraktiv, kümmert sich um Vica und hat eine Hündin. Das sind die einzigen Dinge, die ich über diese Figur weiß. Als Love Interest ist das mehr als nur dürftig, so kann zumindest für mich keine Sympathie entstehen. Daher fand ich leider auch die angehende Beziehung zwischen Vica und Juri eher uninteressant.


Warum das Mafiathema gewählt wurde, verstehe ich irgendwie nicht. Durch dieses geheimnisvolle und die Intrigen um Ben in Kombination mit den Boxkämpfen, hat das Buch ein bisschen was von Dark Romance, was ich aber nicht besonders gelungen finde. Die Mafia trägt nicht zur Handlung bei und ist ein Element, das man auch einfach hätte weglassen können.


Der Schreibstil war flüssig und das Buch leicht zu lesen. Es gibt gegen Ende des Buchs einen Twist, den ich nicht habe kommen sehen, der mich aber auch nicht besonders abgeholt hat. Der Plot war okay, aber irgendwie hat sich das einfach nicht rund angefühlt. Insgesamt war „Lucky Punch“ kein schlechtes Buch, aber überzeugen konnte es mich einfach nicht.

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