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  • Juliana

Rezension | Wie der Klang deines Herzens von C. S. Bieber

Die Balletttänzerin Leah hat das Gefühl, nirgendwo hineinzupassen. Bis sie den Cellisten John kennenlernt. John, der ihren Traum an der Juilliard zu studieren teilt. Doch nicht nur seine Musik lässt ihr Herz höherschlagen, sondern auch seine eisblauen Augen lösen ein verbotenes Kribbeln in ihrem Bauch aus. Verboten, weil Leah einen Freund hat. Der Cellist John hat bisher nur für die Musik gelebt und sich zu verlieben gehörte nicht zu seinen Plänen. Als Leah jedoch zum ersten Mal zu seiner Musik tanzt, ist es um ihn geschehen. John weiß, dass er Leah seine Gefühle nicht gestehen darf, doch als ihr Herz in tausend Stücke bricht und das Schicksal sie auseinanderreißt, fasst er den Mut, um sie zu kämpfen. Aber hat ihre zarte Liebe überhaupt eine Chance?


Vorab vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!



Der Klappentext von „Wie der Klang deines Herzens“ verspricht eine schöne Liebesgeschichte mit den Themen Tanz und Musik. Das mag ich wirklich besonders gerne, sodass ich mich sehr gefreut habe, das Buch lesen zu dürfen!


Mit dem Einstieg ist man auch schon direkt mitten in der Geschichte, die sich vor den Leseraugen entspinnt. Ich hatte am Anfang etwas Schwierigkeiten mit der Protagonistin Leah, weil ich mit ihr so gar nichts gemein habe und zunächst nicht viel mit ihr anfangen konnte. Trotzdem fand ich ihre Figur gut beschrieben, sodass ich auch nach und nach warm mit ihr wurde. Leah ist eine talentierte Tänzerin, die davon träumt, ihr liebstes Hobby zum Beruf zu machen. Unterstützt wird sie dabei nicht besonders, abgesehen von ihrem Bruder. Ihre Eltern interessieren sich kaum für sie und das Verhältnis zu ihrer kleinen Schwester ist zwar meistens gut, aber trotzdem sehr durchwachsen. Obwohl ich persönlich in den meisten Situationen anders gehandelt hätte als Leah, sind ihre Handlungen im Kontext ihrer Figur logisch nachvollziehbar.


Ihr Love Interest ist John, ein Freund ihres Bruders, der ebenfalls künstlerisch begabt ist. Als Cellist möchte er die großen Konzerthallen füllen. Die beiden lernen sich schon sehr früh kennen und freunden sich zunächst nur an, da Leah in einer Beziehung ist. John ist unheimlich sympathisch, zumindest solange es nicht um Adam, Leahs Freund geht. Er ist freundlich, klug und man spürt die Leidenschaft, die er für seine Musik hat. Ich fand, dass Leah und John zusammen sehr gut funktionieren und glaubhaft sind. Ich mochte vor allem Johns Blick auf Leah. Man merkt wirklich, wie sehr er sie schätzt, als Freundin und als Person.


Die gesamte Handlung des Romans war gut ausgearbeitet und logisch aufgebaut. Es gibt ein paar Zeitsprünge, die sich gut einfügen und sinnvoll erscheinen, um die Handlung voranzutreiben, ohne zu viel Überflüssiges zu erzählen. Ich war allerdings überrascht davon, wie viele Wendungen und Konfliktpunkte das Buch enthält. Eigentlich kommt jedes Mal, wenn sich die Situation gerade entspannt hat, eine neue Problematik auf, die den beiden im Weg steht. All das ist kohärent und schlüssig erzählt, was bei der Häufigkeit schon beeindruckend ist, dass man sich dabei nicht verzettelt.


Zu den vielen Twists und Konflikten, muss ich aber sagen, dass mir das persönlich einfach zu viel war. Obwohl die Story insgesamt rund ist, hatte ich das Gefühl, dass die Liebesgeschichte von Leah und John etwas getrieben wirkt. Ich hätte mir zwischendurch einfach gewünscht, dass alles okay ist und die beiden ihr Glück genießen können oder auch nur nicht ständig Probleme lösen müssen.


Der Stil der Autorin hat sehr dazu beigetragen, dass die Geschichte so wie sie ist, wirklich gut funktioniert. Die Beschreibungen sind sehr schön, der Stil sehr flüssig und wortgewandt. Die Sprache schafft es, die richtigen Emotionen zu vermitteln und dass man laufend interessiert bleibt. An dieser Stelle auf jeden Fall auch ein großes Kompliment an das Lektorat, das echt gute Arbeit geleistet hat.


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