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  • Juliana

Rezension | Zimtgebäck und Winterküsse von Colleen Wright

Kurz vor Weihnachten weht der eisige Winterwind die unterschiedlichsten Gäste ins Evergreen Inn. Da sind zum Beispiel die Kinderbuchautorin Molly, die ihre Schreibblockade überwinden muss, Marcus, ein attraktiver Witwer mit zwei zuckersüßen Töchtern und Hannah, die im Evergreen Inn ihren Freund heiraten will. Umgeben von Plätzchenduft und der Vorfreude auf die Hochzeit könnte es ein wunderschönes Weihnachten vor dem warmen Kamin werden, doch dann lässt Hannahs Freund die Verlobung in letzter Sekunde platzen. Die Karten werden neu gemischt, und so mancher Gast wird ein kleines Weihnachtswunder erleben …

[Quelle: Piper]


Vorab vielen Dank an Piper und NetGalley für das Rezensionsexemplar!



In diesem zuckersüßen Winterbuch erzählt Colleen Wright die Geschichten der Gäste eines kleinen Bed & Breakfast. Durch einen Schneesturm sind die Straßen im Umkreis gesperrt, einige Leute müssen spontan dort einkehren. Eigentlich sollte in der Pension eine Weihnachtshochzeit stattfinden, die aber kurzfristig vom Bräutigam abgesagt wurde. Die Gäste müssen sich mit den widrigen Umständen zurechtfinden und verbringen notgedrungen gemeinsam das Weihnachtsfest.


Der Roman ist ähnlich einem Episodenfilm aufgebaut, wie beispielsweise „Tatsächlich…Liebe“. Es gibt mehrere parallel verlaufende Handlungsstrände, wie der von Jeanne und Tim, den Betreibern des Evergreen Inns. Die beiden kämpfen sehr für das Überleben ihrer Pension, stehen aber kurz vor dem Aus. Trotz der Liebe zu Details, ihrem Händchen für Gäste und Jeannes Kochkünsten, bringt das Inn einfach nicht mehr genug ein. Hannah, die ihre Hochzeit dort feiern wollte, wird kurz davor von ihrem Verlobten verlassen und muss nun in der Hochzeitslocation über den Verlust hinwegkommen. Dann ist da noch Luke, der im Inn aushilft und eigentlich nach Hause fahren wollte. Die Kinderbuchautorin Molly möchte ein paar ruhige Tage verbringen, um an ihrem Buch zu arbeiten und Marcus hatte mit seinen beiden kleinen Töchtern eigentlich in einem anderen Hotel gebucht, muss aber im Evergreen Inn bleiben. Dazu kommen noch einige Figuren mehr, die eher in Nebenrollen agieren.


All diese Geschichte laufen parallel, verzweigen sich immer wieder ineinander. Die Autorin hat es dabei aber geschafft, dass alle Figuren genug Persönlichkeit haben, sodass man trotz der vielen Namen den Überblick behält und nicht verwirrt ist. Die Geschichten laufen natürlich ineinander, wirkt nicht erzwungen oder konstruiert.


Natürlich geht es in diesem Buch auch viel um Liebe, aber nicht nur. Auch Hoffnung, Zusammenhalt und vor allem Gastfreundschaft sind wichtige Themen, die sehr schön in die Geschichte einfließen. Die unterschiedlichen Charaktere müssen sich zusammenraufen, aber es gelingt ihnen ein wundervolles Weihnachtsfest, das zwar unerwartet ist, aber sie zusammenbringt.


Mir hat „Zimtgebäck und Winterküsse“ sehr gut gefallen. Es ist eine total süße Geschichte, die ohne zu viel Kitsch auskommt. Sie bleibt realistisch, wenn auch ein wenig träumerisch, was ich mir von einem Weihnachtsbuch aber auch erhoffe. Zwischendurch hatte ich tatsächlich auch das gleiche Gefühl wie bei „Tatsächlich…Liebe“, der nicht umsonst fast schon ein richtiger Weihnachtsklassiker ist. Für mich ein großartiges Buch für die Winterzeit!

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